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30.07.2017

Kräuterbuschen für Mariä Himmelfahrt am 15. August

An Mariä Himmelfahrt am 15. August werden wie jedes Jahr in den Feiertagsgottesdienstes im Pfarrverband mitgebrachte Kräutersträuße geweiht. In der Kirche Zu den hl. Zälf Aposteln werden Kräuterbuschen verkauft. Der Erlös kommt zur Hälfte der Renovierung des Ministranten-Raums und zu anderen Hälfte dem Aufzugsprojekt zugute.

Kräuterkorb für Mariä Himmelfahrt

Bild: © Maria Steber/pfarrvbriefvservice

Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt - Hintergrundinformation

Die Kräuterweihe gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der römisch-katholischen Kirche. Dieser Brauch ist schon seit dem 9. Jahrhundert bekannt und wurde in den letzten Jahren wieder mehr aufgelebt. Dabei werden am Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August Kräuter zu einem Strauß gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden diese im Gottesdienst oder im Anschluss daran vom Priester gesegnet. Die Kräuterweihe zählt zu den Sakramentalien. In manchen Orten Bayerns und Tirols beginnt damit auch die Zeit des Frauendreißigers.

Welche Kräuter gehören dazu?

Je nach Region bestehen die Kräuterbuschen aus insgesamt

  • sieben (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungstage),
  • neun (dreimal drei für die hl. Dreifaltigkeit),
  • zwölf (Zahl der Apostel),
  • 14 (Zahl der Nothelfer),
  • 24 (zweimal zwölf: zwölf Stämme Israels aus dem alten und zwölf Apostel Christi aus dem neuen Testament)
  • 72 (sechsmal zwölf) (Zahl der Jünger Jesu) oder gar
  • 99

verschiedenen Kräutern.

Typische Kräuter neben Alant sind Echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und die verschiedenen Getreidesorten. In manchen Regionen wurden in die Kräuterbuschen so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf dem Hof lebten. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern sollte besonders heilsam sein. Krankem Vieh wurden geweihte Kräuter ins Futter gemischt oder man warf zum Schutz vor Blitzschlag beim Gewitter Kräuter aus dem Buschen ins offene Feuer.

Quelle:

pfarrbriefservice/Wikipedia,