Pfarrer Georg Rieger, Leiter des Pfarrverbands Laim - © PV Laim


Liebe Leserin, lieber Leser,

Pfingsten ist vorbei – aber jetzt geht es richtig los. Das war vor über 2000 Jahren die Situation der sich bildenden jungen Kirche. Sie hatte den Geist Gottes empfangen und sollte ihn „unter die Leute bringen“. Bei uns Heutigen ist Pfingsten auch vorbei – aber Corona geht weiter; niemand weiß, wie lange und es ist fraglich, ob Corona jemals aufhört.

Schon jetzt hat das kleine Virus mehr verändert, als die Jahre seit dem Zweiten Weltkrieg. Ja, es verändert uns täglich. Es fordert uns auf, sich auf die „neue Normalität“ einzustellen.

Zu dieser „neuen Normalität“ gehört auch die Form, wie wir jetzt Eucharistie feiern; im „Coronamodus“ nennt das ein Mitseelsorgerin. Die intimste Form der Begegnung mit dem leibgewordenen Jesus in der Kommunion hat jetzt mit Mund-Nasen-Bedeckung, Desinfektionsgel und Latexhandschuhen zu tun. Der Kommunionspendende sagt nicht DER LEIB CHRISTI und die Kommunionempfangende ist gehalten, auch kein AMEN als Antwort zu geben.

Hygienisch, mehr noch, steril läuft das Geschehen ab. Und doch: das Essen des Brotes des Lebens, des heiligen Leibes Jesuchristi ist Bekenntnis und wurde in der Zeit des „eucharistischen Fastens“ von nicht wenigen katholischen Gläubigen schmerzlich vermisst. Beten wir, dass die Feier der Eucharistie und der Empfang zum „Segen und Heil“ (vgl. Messbuch, S. 520) werde.

Bleiben Sie gesund und möge der Herr Sie segnen

Ihr Pfarrer Georg Rieger

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